Umsatzsteuererklärung 2020



Eine Umsatzsteuererklärung 2020 ist für Selbstständige und Unternehmen verpflichtend, d.h. Sie müssen eine Umsatzsteuervoranmeldung 2020 sowie eine Jahresumsatzsteuererklärung bei dem Finanzamt einzureichen, an dem sie ihren Firmensitz angemeldet haben.

Für die Errechnung der abzuführenden Steuer für die Umsatzsteuererklärung 2020 stellt der Erlös die Bemessungsgrundlage dar, wobei sich die Umsatzsteue prozentual aus den Nettoerlösen ergibt. Umsatzsteuermindernd im Rahmen der Umsatzsteuererklärung wirkt sich die gezahlte Mehrwertsteuer aus, die in Abzug gebracht wird.

Umsatzsteuererklärung 2020 und Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer zählt zu den indirekten Steuern, da die wirtschaftliche Belastung und der Steuerschuldner nicht deckungsgleich sind. Sie ergibt sich aus der Leistung, die ein Unternehmen im Inland erbracht hat und dem Verbraucher in Rechnung stellt, dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen gewerblichen oder einen privaten Verbraucher handelt. Gesetzlich gehört die Umsatzsteuer zu den Verkehrssteuern, sie wird ausgelöst, wenn eine Teilnahme am Leistungsverkehr stattfindet.

Wirtschaftlich wiederum handelt es sich um eine Verbrauchssteuer, da sie den Endabnehmer nur dann belastet, wenn dieser das Wirtschaftsgut erwirbt. Das Bundesverfassungsgericht hat die Umsatzsteuer in einem Urteil als Schnittstelle zwischen Verkehrssteuer und Verbrauchssteuer definiert. Um den ganzen Definitionssalat noch etwas verwirrender zu gestalten, wird die Umsatzsteuer auch als Nettosteuer bezeichnet. Das wiederum begründet sich darin, dass der Berechnung der Zahllast der Nettoumsatz zugrunde liegt. Die Finanzverfassung jedoch bezeichnet sie als Gemeinschaftssteuer, sie wird von jedem Bürger indirekt entrichtet.

Umsatzsteuererklärung 2020 Formulare

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Umsatzsteuererklärung 2020 und Umsatzsteuersatz 2020

Die überwiegende Zahl der Wirtschaftsgüter durchläuft bis zum fertigen Produkt eine Reihe von Fertigungsstufen. Ein (sehr rationalisiertes) Beispiel dafür ist die Herstellung eines Holzregals, wie der Endverbraucher es erwerben kann. Anhand dieser Darstellung lässt sich die Umsatzsteuererklärung 2020 gut zeigen.

Zur Vereinfachung geht das Beispiel pauschal von einem Mehrwertsteuersatz (MwSt.) von 19% sowie einem Umsatzsteuersatz (USt.) von ebenfalls 19% aus. Welcher Steuersatz, also 7% oder 19%, unter realen Bedingungen anzusetzen ist, hängt vom Produkt ab. Geregelt wird dies in §12 UStG (Umsatzsteuergesetz) sowie dem zugehörigen Tabellenanhang mit seinen vierundfünfzig Kategorien.

Für Artikel und Dienstleistungen, die nicht in dieser Liste zu finden sind, bestimmt der Zoll den Steuersatz und stellt einen Antrag beim Finanzgericht. Die Logik, die dahinter steht, lässt sich zum Teil nur als Grotesk bezeichnen, denn für Hundekeks zahlt der Verbrauch sieben Prozent Mehrwertsteuer, für Kinderkekse jedoch neunzehn Prozent. Noch absurder ist das Verhältnis Feinschmeckerprodukte (Gänseleber, Schildkrötenfleisch, Wachteleier & Co.) mit 7% versus Grundnahrungsmittel wie Mineralwasser und Babynahrung mit 19%.

Der Grundsatz lautet eigentlich 7% für Grundnahrungsmittel und 19% für Luxusgüter, fragt sich, für welchen Zollbeamten bei der Festsetzung Wachteleier und Gänseleber zu den Grundnahrungsmitteln zählten und Babynahrung zu den Luxusgütern.

Umsatzsteuererklärung 2020 Beispiel

Für die Herstellung eines Holzregals benötigt der Möbelhersteller Holz. Dafür müssen in einem Nutzwald Bäume geschlagen und an ein Sägewerk geliefert werden. Der Verkäufer des geschlagenen Holzes stellt eine Rechnung in Höhe von 100 Euro zuzüglich 19 Euro MwSt. Die Mehrwertsteuer gibt er als einbehaltene Vorsteuer von 19 Euro in seiner Umsatzsteuererklärung 2020 an und führt diese an das Finanzamt ab. Das Sägewerk schneidet die Baumstämme in Bretter, Schwarten, Balken und Leisten, die es an den Möbelhersteller verkauft. Es berechnet dem Hersteller 250 Euro zuzüglich 47,50 Euro MwSt. In der Umsatzsteuererklärung 2020 zieht das Sägewerk von der eingenommenen Vorsteuer die an den Verkäufer gezahlte Mehrwertsteuer ab (47,50 Euro VSt. – 19 Euro MwSt.). Damit erhält das Finanzamt vom Sägewerk den Differenzbetrag von 28,50 Euro.

Der Möbelhersteller wiederum produziert mit den aus dem Sägewerk stammenden Brettern und Leisten zehn Regale, von denen er nur zwei an ein Möbelhaus zum Preis von insgesamt 100 Euro zuzüglich 19 Euro MwSt. verkaufen kann. In seiner Umsatzsteuererklärung 2020 erscheint dennoch der volle Mehrwertsteuerbetrag, den er an das Sägewerk gezahlt hat. Er berechnet die einbehaltene Vorsteuer in Höhe von 19 Euro abzüglich der Mehrwertsteuer von 47,50 Euro, sodass sich eine Umsatzsteuerschuld in Höhe von -28,50 Euro ergibt, er also Geld vom Finanzamt zurückbekommt.

Steuerratgeber 2019

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Das Möbelhaus wiederum veräußert die beiden Regale an einen Endverbraucher zum Preis von 180 Euro zuzüglich 34,20 Euro Mehrwertsteuer. In dieser Umsatzsteuererklärung 2020 beträgt der abzuführende Betrag 15,20 Euro (34,20 Euro VSt. – 19 Euro MwSt.). Der Endverbraucher kann die Vorsteuer nicht mehr weiterberechnen, es sei denn, es handelt sich bei dem Käufer um eine Firma oder einen Selbstständigen mit Vorsteuerabzug, der das die Regale für die Betriebs- und Geschäftsausstattung verwendet.

Unternehmen und Dienstleister habe die Möglichkeit alle Aufwendungen, die zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs notwendig sind, anzusetzen. Dazu gehören neben den Kosten der für das Produkt notwendigen Stoffe noch weitere Posten wie Büromaterial, Leasing und Unterhaltskosten für die Firmenfahrzeuge, Werbungskosten, Lagerhaltungskosten und Ähnliches. Buchhalterisch handelt es sich bei der Umsatzsteuer um einen sogenannten durchlaufenden Posten, da sie lediglich für den Staat als Treuhänder einbehalten wird und den Geschäftsbetrieb selbst nicht berührt.

Das oben genannte Beispiel stellt die sogenannte allphasige Wertschöpfungskette dar, eine Netto-Allphasen-Umsatzsteuer mit Vorsteuerabzug. Daneben gibt es noch die mehrphasige Wertschöpfungskette, bei der nur ein Teil der Produkte weiterverarbeitet wird und die einphasige Umsatzsteuerberechnung, bei der sich die Berechnung lediglich auf einen einzigen Vorgang bezieht. Typische Beispiele für die einphasige Umsatzsteuerberechnung sind Rechnungen von Dienstleistern wie Rechtsanwälte und Steuerberater. Hier wird zwar eine umsatzsteuerpflichtige Leistung erbracht, es findet jedoch keine Produktion statt. Der Endverbraucher erhält eine Rechnung für das Produkt „Beratung“ inklusive Mehrwertsteuer.